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Die Schweiz gehört zu den Ländern mit den attraktivsten Förderungen für Solaranlagen. Wer die verschiedenen Programme kennt und geschickt kombiniert, kann die Nettokosten seiner PV-Anlage erheblich senken. Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über alle verfügbaren Förderungen.

Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes

Die Einmalvergütung ist das wichtigste Förderinstrument für Solaranlagen in der Schweiz. Sie wird von Pronovo, der akkreditierten Zertifizierungsstelle, verwaltet und aus dem Netzzuschlagsfonds finanziert.

Kleine Einmalvergütung (KLEIV)

Für Anlagen unter 100 kWp. Die Vergütung setzt sich aus einem Grundbeitrag und einem Leistungsbeitrag pro kWp zusammen. Bei einer typischen 10-kWp-Anlage auf einem Einfamilienhaus beträgt die Förderung rund CHF 4'000 bis CHF 5'000, was etwa 25–30% der Investitionskosten entspricht.

Hohe Einmalvergütung (HEIV)

Für Anlagen ab 100 kWp. Diese erhalten eine höhere Förderung, die auf Basis einer Auktion bestimmt wird und bis zu 60% der Referenzkosten betragen kann. Dies betrifft vor allem grössere Gewerbeanlagen.

Wichtig: Anmeldung vor Baubeginn

Die Anmeldung bei Pronovo muss vor dem Baubeginn der Anlage erfolgen. Registrieren Sie Ihr Projekt rechtzeitig, um den Anspruch auf die Einmalvergütung nicht zu verlieren.

Steuerliche Vorteile

Die steuerlichen Vorteile einer Solaranlage werden oft unterschätzt, sind aber ein wesentlicher Faktor für die Wirtschaftlichkeit. In der Schweiz gelten folgende Regelungen:

Kantonale Förderungen

Einige Kantone bieten zusätzliche Förderprogramme für Solaranlagen an. Diese variieren stark und ändern sich regelmässig. Informieren Sie sich bei Ihrer kantonalen Energiefachstelle über aktuelle Programme. Typische kantonale Förderungen umfassen:

Kommunale Förderungen

Auch viele Gemeinden haben eigene Förderprogramme für erneuerbare Energien. Diese sind oft weniger bekannt, können aber eine willkommene Ergänzung darstellen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung oder dem lokalen Energieversorger.

Einspeisevergütung

Überschüssiger Solarstrom, den Sie nicht selbst verbrauchen, wird ins öffentliche Netz eingespeist. Dafür erhalten Sie eine Vergütung von Ihrem lokalen Energieversorger. Die Höhe variiert je nach Versorger und liegt typischerweise zwischen 8 und 15 Rappen pro Kilowattstunde.

Obwohl die Einspeisevergütung niedriger ist als der Strompreis, den Sie für Netzstrom bezahlen, ist sie ein wichtiger Baustein der Wirtschaftlichkeit. Je höher Ihr Eigenverbrauchsanteil, desto profitabler ist Ihre Anlage.

So beantragen Sie die Förderungen

  1. Planung: Lassen Sie Ihre Anlage von einem qualifizierten Installateur planen und eine detaillierte Offerte erstellen.
  2. Pronovo-Anmeldung: Registrieren Sie Ihr Projekt vor Baubeginn auf der Pronovo-Plattform für die Einmalvergütung.
  3. Kantonale Förderung: Prüfen Sie kantonale Programme und stellen Sie ggf. zusätzliche Anträge.
  4. Steuerplanung: Besprechen Sie mit Ihrem Steuerberater die optimale Verteilung des Steuerabzugs.
  5. Installation: Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme reichen Sie die Unterlagen bei Pronovo ein.
  6. Auszahlung: Die Einmalvergütung wird nach Prüfung der Unterlagen ausbezahlt – aktuell innerhalb weniger Monate.

Praxisbeispiel: Maximale Förderung nutzen

Familie Meier aus dem Kanton Zürich installiert eine 12-kWp-Solaranlage für CHF 24'000:

Danach produziert die Anlage während mindestens 18 weiteren Jahren quasi kostenlosen Strom – ein Gewinn von über CHF 30'000 über die gesamte Lebensdauer.

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